Strengere Auflagen für Holzöfen

Holzöfen – strengere Auflagen seit Anfang 2015

Durch die ständig steigenden Energiepreise liegt das Heizen mit Holz besonders in der kalten Jahreszeit im Trend. Allerdings führt das vor allem in Städten und Ballungszentren zu einem erhöhten Feinstaubausstoß, was zu gesundheitlichen Folgen wie Asthma oder Herzinfarkten führen kann.

Untersuchungen haben ergeben, dass die gesundheitsschädlichen Feinstaubemissionen, die durch die Holzöfen in Kleingewerbe oder Haushalten pro Jahr entstehen, ähnlich hoch sind wie die Emissionen aus Fahrzeugmotoren. Es wird vermutet, dass etwa 50 Prozent der vorhandenen Holzöfen und Feuerungsanlagen mehr als 20 Jahre alt sind und somit einen Großteil der Gesamtstaubbelastung verursachen. Daher gelten bereits seit 22.03.2010 gemäß der Bundesimissionsschutzverordnung (BImSchV) verschärfte Auflagen für Holzöfen und andere Kleinfeuerungsanlagen, die mit Holz betrieben werden, um die Feinstaubbelastung in der Luft zu reduzieren.

Bundesimissionsschutzverordnung

Seit 01.01.2015 gilt nunmehr die zweite Stufe der Bundesimissionsschutzverordnung, wonach folgende Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid gelten:
– neu installierte Einzelraum- bzw. Kleinfeuerungsanlagen: Staub = 0,04 g/m³ und Kohlenmonoxid = 1,25 g/m³
– Holzofenpellets: Staub = 0,03 g/m³ und Kohlenmonoxid = 0,25 g/m³

Die Überprüfung der Emissionswerte wird durch den Schornsteinfeger regelmäßig vor Ort durchgeführt. Holzöfen müssen stillgelegt, ausgetauscht oder mit einem Rußfilter nachgerüstet werden, wenn die vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden, wobei abhängig vom Alter (Typenschild) der Holzöfen folgende Übergangsfristen gelten:
– 1975 bis 1984: Übergangsfrist bis Ende 2017
– 1985 bis 1994: Übergangsfrist bis Ende 2020
– 1995 bis 22.03.2010: Übergangsfrist bis Ende 2024
Bei neueren Holzöfen wird die Einhaltung der festgelegten Emissionswerte bereits überprüft, bevor sie auf den Markt gelangen. Trotzdem müssen die Emissionsgrenzwerte spätestens vier Wochen, nachdem die Holzöfen in Betrieb genommen wurden, vom Schornsteinfeger überprüft werden und anschließend dann alle zwei Jahre.